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Aktionsplan EuroAirport 2030: Erwarten wir nicht zu viel

09.05.2018

Die Einladung des EAP zur Präsentation seines Aktionsplans EuroAirport 2030 klang verheissungsvoll, das Fazit ist eher ernüchternd. Der Schutz der Bevölkerung vor übermässigem Fluglärm ist zwar vermeintlich stärker in den Fokus gerückt, doch weil der Verwaltungsrat weiterhin auf Wachstum setzt, bleibt fraglich, ob die angekündigten Massnahmen mehr sind als nur Brosamen.

Es darf als Fortschritt gewertet werden, dass der EAP einen Infoanlass organisiert, an dem der Fluglärm thematisiert wird, und der Verwaltungsrat Massnahmen präsentiert, mit denen er den Fluglärm eindämmen will. Der Verwaltungsrat des EAP gesteht damit ein, dass der Fluglärm übermässig zugenommen hat und dringender Handlungsbedarf besteht. Er anerkennt, was der Gemeindeverbund Flugverkehr (GVF) schon seit Längerem weiss, nämlich dass bei der Bevölkerung die Schmerzgrenze erreicht ist.
Der GVF nimmt erfreut zur Kenntnis, dass die Anzahl Südstarts zwischen 23 und 24 Uhr bis 2019 halbiert werden soll. Auch die versprochene „Pünktlichkeitsoffensive“ und die Erhöhung der Gebührenzuschläge mag kurzfristig zu einer Reduktion der Flugbewegungen nach 23 Uhr beitragen. Dass damit erreicht werden kann, dass die Anzahl Flugbewegungen nach 23 Uhr stabilisiert wird oder gar abnimmt, wie der EAP verspricht, ist – zumindest längerfristig – zu bezweifeln.

Kurzfristig oder für kurze Zeit
Der präsentierten „Offensive“ gegen den Nacht-Fluglärm diametral entgegen stehen die Pläne des EAP, die Anzahl der Flugpassagiere bis 2030 von heute rund 8 Millionen auf 13 Millionen zu steigern und die Luftfracht auf bis zu 130'000 Tonnen pro Jahr auszubauen. Was der EAP in seinen Ausführungen wohlweislich unterschlägt, ist, auf wieviele Flugbewegungen sich die Bevölkerung rund um den Flughafen in Zukunft einrichten muss. Es ist deshalb zu befürchten, dass die Flugbewegungen nach 23 Uhr zwar kurzfristig abnehmen, die Reduktion jedoch nur für kurze Zeit Bestand haben wird. Handfeste betriebliche Massnahmen, wie z. B. Verbesserungen bei den Startverfahren oder beim Flugregime, vermisst der GVF im vorgestellten Aktionsplan. Letztlich verlässt sich der EAP vor allem auf eines: auf leiser werdende Flugzeuge dank technischer Verbesserungen bei den Triebwerken. Und er setzt auf Zeit und das Prinzip Hoffnung. Dies greift dem GVF deutlich zu kurz.

Der GVF bleibt skeptisch
Der GVF kann nur hoffen, dass die vorgestellten Massnahmen auch tatsächlich und bald die gewünschte Wirkung zeigen und die Lärmimmissionen abnehmen. Er bleibt jedoch skeptisch. Die vom EAP hervorgehobene Reduktion der Lärmbelastung nach 23 Uhr im 2017 an den meisten Lärmmessstationen rund um den Flughafen wertet der GVF nicht als Erfolg des EAP, sondern als Kind des Zufalls. Den Beweis einer beständigen Lärmreduktion muss der EAP erst noch erbringen. Der GVF ist auch deshalb skeptisch, weil der EAP bis heute eine fundierte Lärmschleppenanalyse und die Aktualisierung des Lärmbelastungskatasters von 2009 schuldig geblieben ist. Die Forderungen der Anrainerverbände nennt der EAP mit keiner Silbe und er hat es auch unterlassen, die Anrainerverbände bei der Entwicklung des Aktionsplans miteinzubeziehen, obschon er dies in Aussicht gestellt hatte.
Der Landrat hatte dem Regierungsrat Basel-Landschaft den Auftrag erteilt, sich für eine Nachtflugsperre analog Zürich einzusetzen. Unverständlich für den GVF ist es daher, dass die Regierung Basel-Landschaft zusammen mit Basel-Stadt den Aktionsplan des EAP begrüsst, obschon auch der Landrat eine Nachtflugsperre von 23 bis 6 Uhr fordert.

 

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